Starkniederschläge in Form von Starkregen oder Starkschneefall verursachen Hochwasser, Hangrutschen, Felsstürze, Gebäudeeinstürze und andere bedrohliche Situationen. Wobei für Niederösterreich die Bedrohung durch Hochwasser noch immer von besonderer Bedeutung ist. In Folge von Starkregen eventuell noch in Verbindung mit starker Schneeschmelze kommt es zu Überflutungen großer Landstriche mit enormen Schäden nicht nur an Hab und Gut, sondern oft auch an Leib und Leben.

 

 

Starkregen

 

starkregenVon Starkregen spricht man zum Beispiel bei einer Menge von 10 mm Niederschlag je Stunde. Starkregenereignisse können jedoch auch wesentlich heftiger ausfallen. Ereignisse bei Gewittern, in denen in 30 Minuten 30 mm fallen, sind in Mitteleuropa noch relativ häufig, können aber unter Umständen bereits zu überfluteten Kellern führen. Je stärker und je länger anhaltend diese Ereignisse sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens. Kurze, aber heftige Niederschläge sind wahrscheinlicher als lang anhaltende kräftige Niederschläge, die in wenigen Tagen in Mitteleuropa bis zu 200 mm Niederschlag bringen können.

 

 

 

 

Starkschneefall

 

Starker Schneefall bringt die verschiedensten Gefahren mit sich – von weitreichenden Verkehrsbehinderungen über Lawinenabgänge, Schneeverwehungen bei Sturm, bis hin zu Hochwasser bei Tauwetter.

Die Gefahr von Lawinen gilt in erster Linie für den Alpenraum, während Schneeverwehungen vorwiegend im Flachland wie z.B. im Bezirk Bruck/ Leitha auftreten.

Zu besonders starken Schneefällen kommt es häufig bei Wetterlagen, die im Sommer heftige Regenfälle verursachen. Die sind für den Osten Österreichs ein östlich vorbeiziehendes Balkantief, für den Südosten ein Adriatief, für den Süden ein Genuatief und für weite Teile Österreichs ein Tief auf der Zugstraße von der Adria nach Polen.

Ergiebige Schneefälle oder Eisanlagerungen die immer dicker und somit schwerer werden, können z.B. Gebäude und Hochspannungsmasten zum Einsturz bringen.


 

 

Tipps zum Dachabschaufeln

 

-         Vor dem Betreten des Daches überprüfen, ob es die zusätzliche Belastung noch aushalten kannschnee

-         Überprüfen, ob die Dacheindeckung für ein Betreten geeignet ist.

-         Im Zweifelsfalle sollte ein Fachmann beigezogen werden, der beurteilen kann, ob ein gefahrloses Betreten noch möglich ist.

-         Wegen Absturzgefahr auf Dachflächenfenster oder sonstige Dacheinbauten,d ie durch Schnee verdeckt sein könnten, achten.

-         Auf die Statik des Dachstuhls Rücksicht nehmen, es könnte z.B. Stabilitätsprobleme geben, wenn das Dach einseitig vom Schnee geräumt wird. In der Regel empfiehlt es sich, das Dach auf beiden Seiten möglichst gleichmäßig zu entlasten und den Schnee abschnittsweise und dabei jeweils abwechselnd auf der einen und der anderen Dachseite abzutragen. Eventuell auch hier den Rat eines Fachmanns einholen.

-         Besonders auf die Absturzsicherung der Personen, die bei der Räumung des Daches tätig sind, achten.

 

 

 

 

Einige Tipps für die Wartung

Für eine lange Lebensdauer von Dächern ist eine regelmäßige Überprüfung unerlässlich. Überprüfen Sie daher den Gesamtzustand der Konstruktion auf äußerlich erkennbare Alterserscheinungen wie:

-         Risse, mechanische Beschädigungen und Durchbiegen von Balken

-         Verschmutzungen ( Pilzbefall, Verfärbungen etc.)

-         Feuchtstellen, Kondensatbildung, Tropfstellen

-         Verrostung von metallischen Tragwerkskonstruktionen

-         Überprüfung der Dachhaut auf undichte Stellen

 

Wenn Sie Mängel entdecken, sollten Sie unbedingt einen Fachmann (Zimmermann, Dachdecker, Dachspengler) zu Rate ziehen. Notwendige Reparaturen nicht hinausschieben, der Schaden wird immer größer und die Traglast eventuell immer geringer.In den vergangenen Wintern war nicht die Schneelast alleine der Grund für das Versagen so mancher Baustruktur. Chronische Schäden und mangelnde Wartung führten zum Einsturz von Supermärkten, Sporthallen und Wohnhäusern. Dabei wurden Kinder und Erwachsende verschüttet und einige überlebten diese Katastrophen leider nicht.

 

 

 

Maßnahmen im Ernstfall

 

-         Abschaufeln der Dächer (Achten Sie unbedingt auf die Absturzsicherung!)

-         Unterstützung der Konstruktion, wenn notwendig Experten einbeziehen.

-         Sollte Einsturzgefahr befürchtet werden, das Objekt sofort räumen und Fachleute (Statiker, Baumeister, Feuerwehr) beiziehen.

 

 

Quelle: NÖ Zivilschutzverband